Wohnberechtigungsschein

Wohnberechtigungsschein

Sozial Schwache haben Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein. Dieser berechtigt dazu, eine Sozialwohnung mit reduzierter Miete zu beziehen.

Um auch sozial schwachen Haushalten angemessenes Wohnen zu ermöglichen, gibt es öffentlich geförderte Wohnungen – auch Sozialwohnungen genannt – die zu reduzierter Miete angeboten werden. Um sicherzugehen, dass kein Missbrauch betrieben wird, muss ein Mietinteressent, der eine solche Wohnung anmieten will, einen Wohnberechtigungsschein vorlegen. Dies ist ein amtliches Dokument, das Bürger, deren Einkommen bestimmte Grenzen nicht überschreiten, als berechtigt ausweisen.

Wohnberechtigungsschein nur bei niedrigem Einkommen

Die Einkommensgrenzen, bis zu deren Obergrenze ein Mietinteressent einen Wohnberechtigungsschein erhalten kann, unterscheiden sich je nach Bundesland. Laut Wohnraumsförderungsgesetz liegt die Grenze für einen Ein-Personen-Haushalt bei jährlich 12.000 Euro. Je nach Bundesland wird diese Summe um einen bestimmten Prozentsatz erhöht. Zudem gibt es bestimmte Freibeträge, so dass das tatsächliche Einkommen deutlich höher liegen kann.

In manchen Fällen kann eine Sozialwohnung aber auch ohne Wohnberechtigungsschein vermietet werden. Um eine soziale Ghettobildung zu vermeiden, können Besserverdienende eine Freistellung beantragen. Als Ausgleich müssen solche Mieter allerdings eine sogenannte Fehlbelegungsabgabe zahlen.

13. Mai 2016 / von / in

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