Wie dämmt man ein Dach? | Dach Dämmen Anleitung | Rat & Tat

Wie dämmt man ein Dach? | Dach Dämmen Anleitung | Rat & Tat



Dieses OBI-Video zeigt euch, wie ihr ein Dach dämmen solltet. Eine tolle Anleitung für jeden, der sich rund um das Thema Dachdämmung und Dämmstoffe informieren möchte!

Mehr zum Thema: http://www.obi.de/de/rat-und-tat/bauen/haus-und-dachbau/dach-daemmen-video/index.html?isi=true?wt_mc=yt.rat_und_tat.Building.2030.Dach_daemmen
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Bei jedem Dach sind die Gegebenheiten anders. Bei eurem OBI-Experten erfahrt ihr, wie eine Dachdämmung bei euch aussehen sollte.

Es gibt eine ganze Reihe von verschiedenen Dämmstoffen: Die Klassiker wie Glas- oder Steinwolle, EPS oder XPS, aber auch ökologisch unbedenklichere Materialien.
Der Wärmedurchgangskoeffizient, umgangssprachlich U-Wert soll nach der Energieeinsparverordnung bei Steildächern unter 0,24 W/m²K liegen. Das erfordert bei Mineralwolle eine Dämmstoffdicke von wenigstens 160 mm. Je niedriger der U-Wert, um so besser ist also eure Dämmung.
So werden bei besonders guten Dämmeigenschaften diverse Investitionszuschüsse und Kredite mit verbesserten Konditionen, beispielsweise von der KfW-Bank zur Verfügung gestellt. Welche Dämmung bei euch optimal ist, erklärt euch euer OBI-Experte.

Es gibt im Wesentlichen drei Arten, ein Dach zu dämmen: Bei der Aufsparrendämmung wird der Dämmstoff von außen auf die Sparren gelegt. Diese Art der Dämmung wird in der Regel von Profis übernommen. Nach Abdecken des Daches werden die einzelnen Dämmelemente direkt auf der Holzschalung und der Dampfbremse über den Sparren angebracht. Es folgt eine Konterlattung, dann die Dachlatten und zum Schluss die Dachziegel.

Die Zwischensparrendämmung ist für den Heimwerker vergleichsweise einfach zu erstellen. Allerdings solltet ihr zwei Punkte beachten.
Ist das Dach diffusionsoffen, kann also Feuchtigkeit nach außen gelangen? Ist dies nicht der Fall, weil beispielsweise mehrere Lagen Dachpappe unter den Ziegeln liegen, könnten zwischen dieser Schicht und der Dämmung Feuchtigkeitsschäden entstehen. Eine zusätzliche Belüftungsschicht schafft da Abhilfe.
Punkt Zwei: Sind die Sparren dick genug, um ausreichend Dämmmaterial aufzunehmen?
Damit ihr den U-Wert von 0,24 W/m²K erreicht, ist eine Gesamtdämmdicke von wenigstens 160 mm erforderlich. Das ist abhängig von der Wärmeleitstufe des Dämmstoffs.
Sind eure Sparren nicht stark genug, solltet ihr sie raumseitig mit Kanthölzern aufdoppeln.

Messt als erstes die Sparrenfelder aus. Gebt vor dem Zuschneiden des Dämmmaterials jeweils einen Zentimeter dazu.
Auf einer Unterlage schneidet ihr den Klemmfilz mit einem Dämmstoffmesser. Ein Brett dient euch dabei als Führung.
Die zugeschnittenen Dämmstoffelemente klemmt ihr mit leichtem Druck in die Gefache. Verschnittreste könnt ihr problemlos zusammenfügen. Achtet nur darauf, dass dazwischen keine Fugen entstehen.
Habt ihr zwischen den Sparren komplett gedämmt, bringt ihr die Dampfbremsfolie an. Die Bahnen werden von oben nach unten überlappend waagrecht über die Sparren gezogen und dann nach Herstellerangaben festgetackert. Übergangsbereiche und Tackernadeln dichtet ihr zusätzlich mit einem Klebeband ab. Es ist von größter Wichtigkeit, dass ihr die Dampfsperrfolie luftdicht anbringt. Warme Luft könnte kondensieren und somit Dachstuhl oder Dämmstoffe schädigen.
Die Übergänge zu Wänden, Schornsteinen, Dachflächenfenstern oder anderen Bauteilen, die die Dampfsperre durchdringen, solltet ihr sorgfältig mit Dichtungsmasse schließen.

Eine Untersparrendämmung ist nötig, wenn die verbaute Zwischensparrendämmung nicht ausreichend ist. Mineralwollmatten eignen sich gut zur Untersparrendämmung. Allerdings verliert ihr bei dieser Methode etwas Wohnraum.
Als alleinige Dämmmethode ist die Untersparrendämmung nicht ausreichend, es gibt aber keine Wärmebrücken.

Sind diese Arbeiten abgeschlossen, könnt ihr die Verkleidung anbringen. Die kann aus Holz sein – oder ihr nehmt Gipskartonplatten. Wenn ihr den Raum gestrichen haben, braucht ihr euch nur noch zu entscheiden, ob das Heimkino oder eure Gäste in diesem Raum besser aufgehoben sind.

Die OBI GmbH & Co. Deutschland KG schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauchdes Artikels jede Haftung aus. Eure gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achtet bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragt, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (DIN VDE 1000-10) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach BGV A3 durchgeführt werden. Führt diese Arbeiten nicht aus, wenn ihr mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

26. Mai 2015 / von / in

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