Werkzeuge und Zubehör: jeder zehnte Profi kauft direkt beim Hersteller

Werkzeuge und Zubehör: jeder zehnte Profi kauft direkt beim Hersteller


Totgesagte leben länger. So abgedroschen dieser Spruch auch sein mag, auf den dreistufigen Vertriebsweg in der Baubranche trifft er definitiv zu. Eine neue Studie von BauInfoConsult bestätigt: Der Fachhandel bleibt auch 2016 der unbestrittene Platzhirsch in den Materialeinkäufen von Bauunternehmern und SHK-Installateuren – auch wenn ihm selbsternannte Trendforscher schon seit Jahren ein baldiges Ableben prophezeien. Das heißt natürlich trotzdem nicht, dass die traditionellen Branchenstrukturen in Stein gemeißelt sind. So gibt es z. B. Produktsegmente, wo sich auch andere Vertriebsformen etablieren – etwa bei Kleinteilen wie Werkzeug und Zubehör, wo sich Direktvertreiber und der DIY-Handel Nischen geschaffen haben. Das sind Ergebnisse der neuen BauInfoConsult Jahresanalyse 2016/2017.

In einer telefonischen Befragung wurden 180 Bauunternehmer gebeten einzuschätzen, über welche Vertriebswege sie sich 2015 ihr Material besorgt haben. Beim Einkauf von Kleinteilen, Zubehör und Werkzeugen haben die Bauunternehmer im Schnitt 57 Prozent ihres Einkaufsvolumens für Werkzeuge, Kleinteile und Zubehör über den allgemeinen Baustoff-Fachhandel abgewickelt. Jeder fünfte Bauunternehmer ließ sein Geld auch beim spezialisierten Fachhandel, wenn er kleinteiliges Zubehör erwerben wollte.

Hersteller im Direktvertrieb konnten sich 12 Prozent Marktanteile bei den Kleinteil-Einkäufen der Bauunternehmer sichern. Das nimmt sich neben den Platzhirschen aus dem Fachhandel zwar vergleichsweise bescheiden aus, doch sind die Marktanteil des Direktvertriebs bei manchen anderen Produktgruppen geringer. Hier scheint sich die konsequente Direktvertrieb-Politik einiger Hersteller aus dem Hand- und Elektrowerkzeugbereich auszuzahlen. Aber auch die Baumärkte konnten die Bauunternehmer bei fast einem Zehntel der Kleinteil-Einkäufe gewinnen – wenig, aber wesentlich mehr als bei anderen Materialien.

Bei den SHK-Installateuren ist der spezialisierte Fachhandel auch beim Zubehör, Werkzeugen und Kleinteilen der bevorzugte Einkaufsort. Knapp zwei von drei Einkäufen deckten die SHK-Profis über den spezialisierten SHK- oder Haustechnik-Großhandel ab. Mit 19 Prozent entfiel etwa ein Fünftel des Jahreseinkaufvolumens für diese speziellen Verbrauchsgüter auf den allgemeinen Baustoff-Fachhandel. Die Marktanteile der Distributionswege über den DIY-Handel oder die Hersteller sind niedriger als bei den Bauunternehmen, aber im Vergleich zu anderen Materialien ein Achtungserfolg.

Über die Studie

Die Ergebnisse stammen aus der Jahresanalyse 2016/2017 von BauInfoConsult. In der mittlerweile zehnten Ausgabe der alljährlichen Marktstudie zur deutschen Bauwirtschaft werden auf Basis von über 1.300 Interviews unter Branchenakteuren und Herstellern unter anderem behandelt:

  • Baustoff- und Bauweisen 2020 (regional/bundesweit)
  • Hochbauprognose 2017 und 2018 (regional/bundesweit)
  • Lieblingsmarken und Markenpräferenzen
  • Flüchtlingskrise und Bauwirtschaft
  • IT und Digitalisierung am Bau (BIM/CAD/AVA etc.)
  • Einkaufsverhalten von Bauakteuren/Online-Distribution
  • Nachhaltigkeit in der Baubranche
  • EnEV und Co: Segen oder Fluch?
  • und vieles mehr…
  • Die Jahresanalyse 2016/2017 kann ab sofort zum Preis von € 595 zzgl. MwSt. bei BauInfoConsult bezogen werden.


BauInfoConsult ist ein auf die Bau-, Installations- und Immobilienbranche spezialisiertes Unternehmen. Wir führen Marktforschungsprojekte durch und stellen Informationen auf Basis von ausgewählten und sorgfältig geprüften Sekundärquellen bereit. Die Produkte von BauInfoConsult liefern Informationen, die als Grundlage für marktrele-vante Entscheidungen herangezogen werden können. Um immer einen Überblick über aktuelle Marktentwicklungen zu haben, können Sie sich auf für unseren kostenlosen Newsletter, das BauInfoConsult Update, einschreiben.

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15. August 2016 / von / in

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