Werkmietvertrag

Werkmietvertrag

Für Wohnungen mit Werkmietvertrag gelten in der Regel andere Kündigungsfristen als für gewöhnliche Mietwohnungen. Aber es gibt auch Ausnahmen.

Für so genannte Werkmietwohnungen, also Wohnungen, die an einen Mitarbeiter eines Betriebes oder zum Beispiel an einen Schul-Hausmeister vermietet werden, gelten andere Kündigungsfristen als für gewöhnliche Mietwohnungen.

Bei einem Werkmietvertrag sind zwei Fälle zu unterscheiden. Erstens: Die Werkwohnung wurde an einen Betriebsangehörigen vermietet, das Arbeitsverhältnis endet. Sofern Wohnung und Arbeitsplatz nicht in unmittelbarer Beziehung zueinander stehen, kann der Vermieter mit einer Frist von drei Monaten kündigen, wenn die Wohnung für einen neuen Mitarbeiter benötigt wird.

Die zweite Variante: Wohnung und Arbeitsplatz hängen unmittelbar zusammen, beziehungsweise befinden sich in räumlicher Nähe. Dies ist in der Regel bei Hausmeisterwohnungen der Fall. Endet dann das Arbeitsverhältnis, so kann der Vermieter spätestens am dritten Werktag eines Monats zum Monatsende kündigen, um die Wohnung für den neuen Hausmeister freizumachen.

Doch nicht überall, wo Werkmietvertrag draufsteht, gelten diese Regelungen. Eine solch kurze Kündigungsfrist für eine per Mietvertrag als Hausmeisterwohnung deklarierte Wohnung lehnte beispielsweise das Amtsgericht Schöneberg in einem Fall ab, in dem der Hausmeister nur nebenberuflich für 90 Mark (rund 46 Euro) beschäftigt war (Az.: 19 C 346/93). Wegen eines solchen Nebenjobs dürften die Kündigungsfristen für Wohnraum nicht umgangen werden.

13. Mai 2016 / von / in

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diesen Artikel teilen

Teile diesen Artikel mit Freunden