Versicherungsbetrug oder Arbeitsunfall?

Versicherungsbetrug oder Arbeitsunfall?

Für einen mutmaßlichen Versicherungsbetrüger, der sich selbst zwei Finger abgesägt haben soll, hat die Staatsanwaltschaft eine Haftstrafe gefordert. Der Fall beschäftigte das Amtsgericht Norderstedt bei Hamburg.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, sich vor vier Jahren absichtlich mit einer Kreissäge Daumen und Zeigefinger der linken Hand amputiert zu haben, um seine Unfallversicherungen zu prellen. Die Schadensumme seiner insgesamt vier Versicherungen hätten sich laut einem Sachverständigen auf 1,4 Millionen Euro belaufen. „Wenn ich drei Versicherungen acht Wochen vor einem derartig gravierenden Unfall zu einer so unverhältnismäßigen Summe abgeschlossen habe, dann passt etwas nicht zusammen“, sagte der Staatsanwalt in seinem Plädoyer.

Der Verteidiger erklärte, der Angeklagte sei im Hobbykeller seines Hauses über seine beiden Hunde gestolpert und in die laufende Säge gefallen. Der 50-Jährige selbst kritisierte das Gutachten eines Sachverständigen. Dieser habe den Tathergang absichtlich falsch rekonstruiert. „Das Ding ist komplett gefälscht, von oben bis unten“, sagte der Angeklagte, der eine handwerkliche Ausbildung hat und sich 2009 zu einem Versicherungsfachmann umschulen ließ. Nach dem Vorfall wurde ihm gekündigt.

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7. August 2016 / von / in

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