Selbstschuldnerische Bürgschaft

Selbstschuldnerische Bürgschaft

Selbstschuldnerische Bürgschaft

Wird eine selbstschuldnerische Bürgschaft anstelle einer Kaution als Mietsicherheit gestellt, kann sich der Vermieter relativ rasch am Bürgen schadlos halten.

Vermieter verlangen in aller Regel eine Sicherheit von ihrem Mieter. Diese erfolgt üblicherweise über eine Kaution. Alternativ kann jedoch auch eine Bürgschaft eines Dritten als Sicherheit dienen.

Selbstschuldnerische Bürgschaft als Mietsicherheit

Dabei gibt es zwei Arten von Bürgschaften: Die Ausfallbürgschaft und die selbstschuldnerische Bürgschaft. Der Unterschied: Bei einer Ausfallbürgschaft kann der Vermieter erst dann Geld vom Bürgen beanspruchen, wenn sämtliche Möglichkeiten, noch vom Mieter das Geld zu bekommen, erfolglos ausgeschöpft wurden. Bei einer selbstschuldnerischen Bürgschaft hingegen kann der Gläubiger den Bürgen in Anspruch nehmen, sobald die Mieten nicht mehr bezahlt werden.
Auf ein Fass ohne Boden lässt sich ein Bürge aber dennoch nicht ein. Mietsicherheiten – ganz gleich, ob es sich dabei um eine Kaution oder um eine Bürgschaft handelt – können wirksam nur bis zu einer Höhe von maximal drei Kaltmieten vereinbart werden. Bei einer selbstschuldnerischen Bürgschaft kommt der Vermieter demzufolge zwar relativ rasch an sein Geld, aber eben nur bis zur Maximalhöhe.

Bürgen können übrigens Familienmitglieder oder Freunde des Mieters, Banken oder auch Firmen sein, die Kautionsbürgschaften anbieten. Kommerzielle Anbieter verlangen freilich eine Gebühr dafür, dass sie das Risiko eingehen, für einen Mieter zu bürgen.

13. Mai 2016 / von / in

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