Round Table ‚BIM im Betrieb‘: Die Ära BIM ist endgültig angebrochen

Round Table ‚BIM im Betrieb‘: Die Ära BIM ist endgültig angebrochen


Bei einem erstmaligen Treffen dieser Art diskutierten Repräsentanten deutscher und österreichischer Unternehmensverbände im Rahmen eines „Round Tables“ über die aktuelle Situation bei der Einführung von Building Information Modelling (BIM) im deutschsprachigen Markt speziell aus Sicht der Gebäudebetreiber. Im Ergebnis waren sich BTGA e.V.; buildingSMART e.V.; CAFM RING e.V.; Facility Management Austria e.V.; GEFMA e.V.; IFMA Austria; planen-bauen 4.0 GmbH und RealFM e.V. sicher, dass die Ära BIM auch hierzulande endgültig angebrochen sei. Einig waren sich die Beteiligten in einer ganzen Reihe von weiteren Punkten, insbesondere müsse mit BIM im Betrieb nicht erst auf Neuplanungen und –Realisierungen gewartet werden. Aufräumen wolle man zudem mit dem verbreiteten Missverständnis, wonach BIM im Betrieb keinesfalls gleichzusetzen sei mit 3-D-Modellen. Breite Unterstützung erfolgte auch für CAFM-Connect. Der CAFM-RING e.V. kündigte für den 26.10. das erste Unterstützer-Forum dazu in Hamburg an.

Die Methode und das Potenzial von Building Information Modeling (BIM) sind nicht neu. Seit vielen Jahren wird darüber diskutiert, ob und wann sich BIM auch im deutschsprachigen Markt etablieren wird. Die Teilnehmer am Round Table „BIM im Gebäudebetrieb“ waren sich in der Auffassung einig, dass nach den Erfahrungen etwa in den USA, in UK und den skandinavischen Ländern und dank der BIM-Initiative der Bundesregierung im Herbst 2015 nun ein Wettbewerb von Unternehmen und Büros um eine profitable Aufstellung mit Hilfe von BIM-Kompetenzen begonnen hat. Themen wie BIM-gemäße Aus- und Weiterbildungen, die Befähigung der öffentlichen Verwaltung zur BIM-gerechten Vergabe oder die Verwendung einheitlicher Bezeichnungen auf Seiten der am Projekt bzw. Objekt Beteiligten stellten zwar noch gewichtige Herausforderungen dar. Doch digitale Daten seien auch in Planung, Bau und Betrieb die Währung der Zukunft. Dem könnten und würden sich die Bau-, Immobilien- und Facility Management Branchen nicht verschließen.

„Wir waren uns auch einig, dass die Standardisierungsarbeiten auf internationaler und europäischer Ebene bei ISO und CEN sowie auf nationaler Ebene bei ASI, VDI, DIN und buildingSMART bereits hinreichende Orientierung bieten“, so Klaus Aengenvoort. Um in großen wie auch kleinen Projekten und Objekten BIM-Methoden zu verwenden, Erfahrungen zu sammeln und in eine agile BIM-Entwicklung einzutreten, seien die Überlegungen weit genug gediehen. Und auch wenn in den verantwortlichen Gremien noch jede Menge Abstimmungen geleistet werden müssten, niemand müsse jetzt noch auf weitere Ergebnisse warten, so der Vorsitzende des Branchenverbandes CAFM RING e.V.

Es sei hinlänglich bekannt, dass BIM den größten Nutzen erschließe, wenn es gelänge, die Methode und das digitale Datenmanagement phasenübergreifend und entlang des gesamten Lebenszyklus von Immobilien und Liegenschaften zu etablieren. Die beteiligten Verbände und Vereine engagierten sich daher auch nicht zuletzt im Rahmen ihrer jeweiligen inhaltlichen Schwerpunkte dafür, die damit einhergehenden Herausforderungen zu überbrücken. Ziel der BIM Einführung sollte es aber auch sein – und auch da sei man sich einig gewesen – dass sich auch in jeder einzelnen Phase selbst ein Nutzenpotenzial realisieren lässt, welches das nötige Anfangsinvestment nicht erst langfristig zu einem Return on Investment führt.

Und so wollten sich die Beteiligten am Round Table „BIM im Gebäudebetrieb“ mit ihren Organisationen gerade auch dafür einbringen, dass sich der aus dieser Methode eröffnende Nutzen insbesondere auch beim Betrieb von Bestandsobjekten realisieren und spürbarer erschließen lässt, ohne dass die Verantwortlichen erst auf Neuplanungen und –Realisierungen warten müssen.

Wichtig war den Beteiligten zu betonen, dass BIM im Betrieb keinesfalls gleichzusetzen sei mit 3-D-Modellen. Auch an dieser Stelle wolle man sich dafür einsetzen, vergleichbare Missverständnisse auszuräumen.

„Aus Sicht des CAFM RING e.V. haben wir uns sehr gefreut, dass die große Mehrheit der beteiligten Verbände neben dem international gebräuchlichen COBie auch die Bereitstellung und Weiterentwicklung von CAFM-Connect als einen wichtigen Schritt in Richtung ‚BIM im Betrieb‘ bezeichnet haben“, betont Klaus Aengenvoort. Die auf IFC basierende und herstellerunabhängige Standardschnittstelle für die Erfassung und den Austausch digitaler Daten werde man in Abstimmung weiter entwickeln und am 26. Oktober erstmals zu einem offenen CAFM-Connect UnterstützerForum’16 nach Hamburg einladen.


Der CAFM RING e.V. ist ein Zusammenschluss von Softwarehäusern und Unternehmen für professionelle Planung und Betrieb von Immobilien und technischen Anlagen. Seine Mitglieder stehen für eine einheitliche Branchenauffassung sowie für ein Transparenz- und Qualitätsversprechen im Sinne der Anwender. Der CAFM RING e.V. beteiligt sich aktiv am Marktgeschehen durch Entwicklung und Förderung technologischer und qualitativer Standards, Förderung von Bildung und Weiterbildung sowie Förderung des Dialogs und des Wissenstransfers zwischen den Branchenbeteiligten.

Der CAFM RING e.V. wird von den folgenden Unternehmen gebildet: www.ambrosia-fm.de; www.archibus-fm.de; www.conject.com; www.daedalusgmbh.de; www.eTASK.de; www.fdata.de; www.immo-kom.com; www.key-logic.de; www.loyhutz.de; www.map-network.de; www.pit.de; www.tuev-sued.de.

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5. August 2016 / von / in

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