Modernisierung

Modernisierung

Wird der Wohnwert einer Wohnung durch eine Modernisierung nachhaltig verbessert, kann der Vermieter die Miete erhöhen. Auf die Jahresmiete können maximal elf Prozent der Modernisierungskosten aufgeschlagen werden.

Will ein Vermieter sein altes Mietshaus modernisieren, so kann er nach erfolgter Renovierung die Miete erhöhen. Voraussetzung für eine solche Mieterhöhung: Der Wohnwert der Wohnung wird durch die Modernisierung nachhaltig verbessert, zum Beispiel durch den Einbau von vorher nicht vorhandenen Bädern. Eine andere Möglichkeit: Die Modernisierung dient dazu, Energie und Wasser einzusparen, beispielsweise der Einbau von Dämmung, Iso-Fenstern und Niedertemperaturheizung.

Ausnahme: Bei sozialen Härtefällen kann ein Vermieter nicht immer eine solche Mieterhöhung umsetzen. Führt er die Modernisierung durch und stellt sich bei einer nachgelagerten Prüfung heraus, dass der Härtegrund der fehlenden wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit vorliegt, kann der Vermieter seine Mieterhöhung nicht (vollständig) durchsetzen.
Der Vermieter kann die Miete auch nicht nach eigenem Ermessen erhöhen. Maximal elf Prozent der Modernisierungskosten können auf die Jahresmiete aufgeschlagen werden. Förderungen und Zuschüsse kann der Vermieter nicht anrechnen.
Außerdem sind bestimmte Fristen einzuhalten: Der Vermieter muss den Mieter mindestens drei Monate vor Beginn der Arbeiten über die bevorstehende Modernisierung und die Mieterhöhung informieren. Die Mieterhöhung gilt dann ab dem dritten Monat nach Zugang der Mieterhöhungs-Erklärung. Teilt der Vermieter nicht rechtzeitig die voraussichtliche Mieterhöhung mit, verlängert sich diese Frist um sechs Monate. Das gilt auch dann, wenn die tatsächliche Mieterhöhung die erwartete um mehr als zehn Prozent übersteigt.

Mieter haben bei einer Modernisierungsmieterhöhung ein Sonderkündigungsrecht und können bis zum Ablauf des Monats, der auf den Zugang der Mieterhöhungs-Mitteilung folgt, außerordentlich zum Ablauf des nächsten Monats kündigen.
Entstehen dem Mieter durch die Modernisierung kosten, so muss diese der Vermieter zahlen. Der Mieter kann gegebenenfalls einen Vorschuss verlangen. Er hat während der ersten drei Monate der Modernisierunsgarbeiten allerdings nicht das Recht, die Miete wegen Dreck und Lärm zu mindern.

13. Mai 2016 / von / in

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