Mischnutzung

Mischnutzung

Bei einer Mischnutzung eines Gebäudes muss der Vermieter in manchen Fällen einen Vorwegabzug der auf die Gewerbeeinheiten anfallenden Betriebskosten vornehmen.

Von einer Mischnutzung spricht man, wenn sich in einem Anwesen sowohl Wohn- als auch Gewerbeeinheiten befinden. Vermieter müssen dann in vielen Fällen bei der Betriebskostenabrechnung die auf die Gewerbeeinheiten entfallenden Kosten vorweg abziehen. Dadurch soll verhindert werden, dass die Wohnraummieter durch Mehrkosten belastet werden, für die sie nicht verantwortlich sind.

Vorwegabzug: Bei Mischnutzung nicht immer nötig

Ein solcher Vorwegabzug bei einer Mischnutzung sei jedoch nur dann nötig, wenn ansonsten eine ins Gewicht fallende Mehrbelastung der Wohnungsmieter zu erwarten wäre, entschied der Bundesgerichtshof (BGH; Az.: VIII ZR 78/05). Gesetzlich vorgeschrieben sei der Vorwegabzug allerdings in einigen Fällen des sozialen Wohnungsbaus.

Im verhandelten Fall handelte es sich aber nicht um ein Gebäude mit Sozialwohnungen und den Mietern entstand auch kein Nachteil. Die im Gebäude untergebrachten Gewerbeeinheiten, darunter ein Job-Center und ein Internet-Café, verursachten bei den einzelnen Betriebskostenarten keine signifikanten Mehrkosten.

13. Mai 2016 / von / in

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