Miete

Miete

Die Miete ist der regelmäßig vom Mieter an den Vermieter zu zahlende Betrag für die Gebrauchsüberlassung einer Wohnung.

Die Miete, früher auch Mietzins genannt, ist der Geldbetrag, den der Mieter für die Gebrauchsüberlassung der Mietsache – im Wohnraummietrecht also der Wohnung – während der Mietzeit zu entrichten hat. Beide Vertragspartner gehen dabei eine Verpflichtung ein: Der Vermieter muss dem Mieter die Wohnung in einem zum vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand überlassen und auch während der Mietzeit erhalten. Der Mieter ist im Gegenzug verpflichtet, die vereinbarte Miete zu bezahlen. Dies regelt § 535 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB).

Miete gegen Gebrauchsüberlassung

Im Allgemeinen ist die Miete am dritten Werktag des Monats im Voraus zu entrichten. Abweichende Vereinbarungen können vertraglich festgelegt werden. Gerät der Mieter mit seinen Mietzahlungen in Verzug, kann der Vermieter unter Umständen die fristlose Kündigung aussprechen. Dies gilt laut Gesetz dann, wenn der Mieter an zwei hintereinander folgenden Terminen die Miete oder einen erheblichen Teil davon nicht zahlt oder wenn er insgesamt mit mindestens zwei Monatsmieten in Verzug ist. Eine solche Kündigung wird allerdings wieder hinfällig, wenn der Mieter die überfällige Miete nach der Kündigung begleicht oder – berechtigt – gegen eigene Ansprüche aufrechnet.

Miete: Erhöhungen gesetzlich geregelt

Der Vermieter kann die Miete übrigens auch nicht nach Gutdünken erhöhen: Frühestens ein Jahr nach der letzten Mieterhöhung darf er ein erneutes Mieterhöhungsverlangen aussprechen und zwar mit einer Frist von drei Monaten. Deshalb ist eine Mieterhöhung faktisch nur alle 15 Monate möglich. Dabei darf die Miete allerdings nicht höher liegen als die ortsübliche Vergleichsmiete. In der Regel weist der Mietspiegel Spannen aus, dabei gelten die jeweiligen Obergrenzen. Eine weitere Regel: Innerhalb von drei Jahren darf die Miete um maximal 20 Prozent steigen. Dabei ist es unerheblich, ob der Vermieter die Miete einmal um 20 Prozent erhöht und dann drei Jahre abwarten muss, bis er erneut eine Mieterhöhung durchsetzen kann oder ob der Vermieter die Miete in mehreren kleinen Schritten erhöht. Ausnahmen: Modernisierungsmieterhöhungen sind zulässig und können zu Mieterhöhungen führen, die 20 Prozent übersteigen. Zudem kann der Vermieter die Betriebskostenvorauszahlungen unabhängig von der Erhöhung der Kaltmiete nach oben anpassen.

13. Mai 2016 / von / in

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