Mietbürgschaft

Mietbürgschaft

Die Mietbürgschaft ist eine Alternative zur Mietkaution.

In den meisten Fällen verlangt der Vermieter vom Mieter eine Kaution von bis zu drei Nettomonatskaltmieten. Sie dient der Sicherheit, falls der Mieter seinen Verpflichtungen nicht nachkommt.

Doch es gibt Fälle, in denen ein Mieter keine Kaution zahlen kann, der Vermieter aber auf eine Sicherheit besteht. Beispiel: Ein Student ohne eigenes Vermögen will ein Appartement anmieten. In einer solchen Situation ist es möglich, dass beispielsweise die Eltern für ihr Kind bürgen.

Ein Bürgschaftsvertrag bedarf der Schriftform. Die mit einer Bürgschaft verbundenen Pflichten regelt das Bürgerliche Gesetzbuch (§ 765 ff). Im Falle einer Mietbürgschaft muss der Bürge für die Verpflichtungen des Mieters einspringen, wenn jener diesen nicht nachkommt, also beispielsweise seine Miete nicht zahlt. Wer eine Bürgschaft übernimmt, geht insbesondere bei einer sogenannten selbstschuldnerischen Bürgschaft ein gewisses Risiko ein. Bei dieser kann sich der Vermieter sofort an dem Bürgen schadlos halten, wenn der Mieter nicht zahlt. Bei einer Ausfallbürgschaft hingegen muss der Bürge erst zahlen, wenn eine Zwangsvollstreckung gegen den Schuldner (Mieter) keinen Erfolg hatte.

Natürlich können auch andere Personen oder zum Beispiel auch Banken für einen Mieter bürgen. Banken, die dies anbieten, verlangen dafür aber in der Regel Gebühren. Zudem dürfte es wohl schwierig werden, eine Bank zu einer Bürgschaft zu bewegen, wenn kein gesichertes Einkommen oder sonstige Sicherheiten vorhanden sind.

Ein Aspekt, der des Öfteren vorgebracht wird, ist, dass eine Bürgschaft anstelle einer Kaution die Liquidität schont. Dieser Aspekt dürfte vor allem für Unternehmen interessant sein, die ihr Geld lieber investieren, als es mit einer (schlecht verzinsten) Kaution zu binden. Die Höhe der Bürgschaft darf maximal so hoch sein wie eine Kaution: drei Monatsmieten. Wird ein Teil der Mietsicherheit als Bürgschaft, ein anderer Teil als Kaution erbracht, darf die Höhe in der Summe ebenfalls maximal drei Monatsmieten betragen.

13. Mai 2016 / von / in

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