Mängelanzeige (und Mietminderung)

Mängelanzeige (und Mietminderung)

Bevor ein Mieter die Miete mindert, sollte er seinen Vermieter in Form einer Mängelanzeige auf die Fehler aufmerksam machen.

Der Vermieter einer Mietwohnung muss diese dem Mieter nach Abschluss des Mietvertrags in einem zum vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand überlassen und sie auch während der Mietzeit in diesem Zustand erhalten. Das schreibt § 535 des BGB vor. Treten während der Mietzeit Mängel auf, hat der Mieter unter Umständen ein Recht darauf, die Miete zu mindern.

Bevor er aber die Miete kürzt, muss er dem Vermieter die Mängel in Form einer Mängelanzeige auch mitteilen. Denn nur dann kann der Vermieter Kenntnis von den Mängeln erhalten und etwas dagegen unternehmen. In der Mängelanzeige sollte dem Vermieter auch eine realistische Frist eingeräumt werden, bis wann die Mängel beseitigt werden sollen. Lässt der Vermieter diese Frist verstreichen, kann der Mieter unter Umständen die Miete kürzen oder einen Handwerker mit der Mängelbeseitigung beauftragen, wobei er die Kosten dem Vermieter in Rechnung stellen kann.

Doch Vorsicht: Ob und wie hoch eine Mietminderung ausfallen kann, sollte der Mieter besser vorab von einem Fachmann prüfen lassen: Bagatellmängel berechtigen nicht zu einer Minderung und oftmals werden die Minderungsquoten von Laien auch falsch, bisweilen auch zu hoch eingeschätzt. Ungerechtfertigte Minderungsbeträge werden allerdings von Gerichten als Mietrückstand gewertet und das kann schlimmstenfalls eine fristlose Kündigung zur Folge haben.

13. Mai 2016 / von / in

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