Luxusmodernisierung

Luxusmodernisierung

Normale Modernisierungen muss ein Mieter dulden – nicht immer jedoch eine Luxusmodernisierung.

Eine Modernisierung muss vom Mieter geduldet werden und rechtfertigt in einem bestimmten Umfang auch Modernisierungs-Mieterhöhungen. Gute Chancen, sich gegen diese Maßnahmen mit der damit verbundenen Mietsteigerung zu wehren, hat ein Mieter allerdings dann, wenn sie für ihn eine Härte darstellen. Er muss keine Luxusmodernisierung dulden. Der Vermieter hat lediglich das Recht, die Wohnung in einen Zustand zu versetzen, wie er allgemein üblich ist. Laut Gesetz sind Mieterhöhungen in diesem Fall nicht als Härte anzusehen. Härten können aber auch aufgrund der vorzunehmenden Arbeiten, den baulichen Folgen oder vorausgegangenen Aufwendungen des Mieters vorliegen.

Insbesondere in weniger gepflegten Altbaugebieten mit vielen Jugendstil- oder Gründerzeithäusern laufen Mieterschützer gegen Luxusmodernisierungen Sturm. Sie befürchten eine sogenannte Gentrifizierung. Das bedeutet: Die alten Häuser werden durch eine Luxusmodernisierung zwar aufgewertet, gleichzeitig aber auch die zumeist ärmeren Bewohner gegen reichere ausgetauscht, weil sich erstere die teuren Mieten nicht mehr leisten können. Dadurch, dass Mieter einer Luxusmodernisierung von Gesetz wegen widersprechen können, soll dies verhindert werden.

13. Mai 2016 / von / in

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