Indexmiete

Indexmiete

Bei der Indexmiete ist festgelegt, dass die Miete in bestimmten Zeitabschnitten entsprechend der Lebenshaltungskosten steigt oder sinkt.

Maßgeblich für die Indexmiete ist der vom Statistischen Bundesamt ermittelte Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte in Deutschland. Steigt die Inflationsrate innerhalb eines Zeitraums um einen bestimmten Prozentsatz, so kann der Vermieter die Miete dementsprechend ebenfalls erhöhen. Dazu bedarf es der Schriftform: Mit Beginn des übernächsten Monats nach dem Zugang des Schreibens ist die erhöhte Mietzahlung fällig. Zwischen den Mieterhöhungen muss mindestens ein Jahr liegen.

Ein Index-Mietvertrag hat für den Mieter sowohl Vor- als auch Nachteile: Zu den Vorteilen zählt zweifellos, dass er nicht mit unerwarteten und hohen Mieterhöhungsbegehren des Vermieters rechnen muss. Vielmehr sind die Erhöhungen sehr maßvoll. Theoretisch kann es auch sein, dass die Miete sinkt, wenn die Inflationsrate negativ ist. Dies ist allerdings sehr unwahrscheinlich.

Der Vermieter hat den Vorteil, dass er die Erhöhungen nicht wie sonst üblich begründen muss. Der Verweis auf den Preisindex reicht aus. In seinem Schreiben muss der Vermieter außerdem den genauen Geldbetrag der Erhöhung angeben. Der Nachteil des Vermieters: Weitergehende Mieterhöhungen sind in der Regel nicht möglich. Selbst dann nicht, wenn das allgemeine Mietpreisniveau stärker steigen sollte als die Inflationsrate. Auch Modernisierungsmieterhöhungen sind laut Gesetz nur dann möglich, wenn der Vermieter die Umstände für die Modernisierung nicht selbst zu verantworten hat.

13. Mai 2016 / von / in

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