Fernwärme

Fernwärme

Vermieter haben in den meisten Fällen das Recht, die Heizung auf Fernwärme umzustellen.

Wird ein Gebäude nicht mittels einer Zentralheizung, sondern über Wärmelieferung mit Heizenergie versorgt, spricht man von Fernwärme. In etlichen Gemeinden Deutschlands gibt es bereits Fernwärmeleitungen, vielfach wird dabei Prozesswärme aus der Industrie oder aus Müllverbrennungsanlagen verwendet, welche ansonsten ungenutzt verpuffen würde.

Für einen Mieter ist es aus finanzieller Sich nicht unbedeutend, wenn der Vermieter die vorhandene – bisweilen veraltete – Heizungsanlage entfernen und durch Fernwärme ersetzen will. Fernwärme ist vielfach nämlich gar nicht günstiger als die Beheizung mit Öl oder Gas. Der Vermieter kann in etlichen Fällen trotzdem von Zentralheizung auf Fernwärme umstellen. Das gilt laut Bundesgerichtshof (BGH) zumindest dann, wenn im Mietvertrag die Umlage der Kosten gemäß Betriebskostenverordnung vereinbart ist und die beim Abschluss der Mietvertrags gültige Fassung der Verordnung das Umlegen der Fernwärme-Kosten vorsieht (Az.: VIII ZR 75/07).

Fernwärme spart Primärenergie ein

Nach Ansicht der BGH-Richter ist die Umstellung auf Fernwärme auch eine Maßnahme, mit der Energie eingespart werden kann. Dabei komme es nicht darauf an, ob der tatsächliche Endenergiebedarf sinkt, vielmehr sei es anerkannt, dass der Primärenergiebedarf sinke, so die Richter (Az.: VIII ZR 275/07). Demzufolge wäre bei einer solchen Umstellung sogar eine Modernisierungsmieterhöhung möglich. Der Mieter muss den Umstieg auf Fernwärme auch dulden, es sei denn, dieser würde für ihn eine unangemessene Härte bedeuten.

13. Mai 2016 / von / in

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