Fernsehen

Fernsehen

Fernsehen ist Vermietersache: Ob Mieter via Kabel, Sat- oder Analogantenne Fernsehprogramme empfangen können, entscheidet in vielen Punkten der Vermieter.

Ob Mieter via Kabel, Sat- oder Analogantenne Fernsehprogramme empfangen können, ist in vielen Punkten eine Entscheidung des Vermieters. Will der Vermieter das Haus beispielsweise ans Kabelnetz anschließen lassen, müssen dies die Mieter dulden, da es nach gängiger Rechtsmeinung eine Verbesserung der Mietsache darstellt. Hatten die Mieter bis zu diesem Zeitpunkt eigene Dachantennen montiert, kann der Vermieter unter Umständen deren Entfernung verlangen. Fernsehen ist so gesehen also Vermietersache.

Will der Mieter eine Sat-Antenne anbringen, kann er Probleme mit dem Vermieter bekommen, insbesondere dann, wenn das Haus bereits über einen Breitbandkabelanschluss verfügt. Allerdings ist das Recht auf Informationsfreiheit im Grundgesetz verankert. Existiert im Haus weder ein Kabelanschluss noch eine gemeinschaftliche Sat-Antenne, so kann der Mieter vom Vermieter verlangen, dass er auf seine eigenen Kosten eine Sat-Schüssel anbringen darf, um bestimmte Programme im Fernsehen empfangen zu können. Die Installation muss allerdings fachmännisch und an einem möglichst unauffälligen Platz erfolgen. Denn auch rechtlich gilt es, die Interessen von Mieter und Vermieter abzuwägen: Sat-Antennen können durchaus das Erscheinungsbild einer Hausfassade verschandeln.

Ausländische Mieter haben unter Umständen auch dann ein Recht, eine Satellitenschüssel zu montieren, wenn ein Kabelanschluss vorhanden ist. Insbesondere, wenn nur so gewährleistet wird, dass sie ausreichend mit Fernsehprogrammen in ihrer Heimatsprache versorgt werden. In jüngerer Vergangenheit untersagten allerdings einige Instanzgerichte ausländischen Mietern die Anbringung einer SAT-Antenne mit der Begründung, dass sich Programme in deren Heimatsprache auch übers Internet empfangen ließen.

Ob das bloße Aufstellen einer Sat-Antenne ohne Montage generell zulässig ist oder nicht, ist rechtlich umstritten. Gute Chancen haben Mieter jedoch dann, wenn man die Antenne von außen nicht oder kaum sehen kann, es also nicht zu einer Beeinträchtigung der Hausfassaden-Optik kommt. Dies ist beispielsweise beim Aufstellen auf dem Balkon oft gewährleistet.

13. Mai 2016 / von / in

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diesen Artikel teilen

Teile diesen Artikel mit Freunden