Fachbereichsstudie IT-Organisation in der Dienstleistung: Ernstfallmaßnahmen problematisch

Fachbereichsstudie IT-Organisation in der Dienstleistung: Ernstfallmaßnahmen problematisch


Die IT-Sicherheit und der Umgang mit Ernstfällen stellt für die Dienstleistungsunternehmen oftmals einen problematischen Prozess dar. Darüber hinaus stürzt die Performance in der IT-Organisation der Transport und Logistikbranche im Vergleich zum Vorjahr drastisch ab. Das zeigt die Fachbereichsstudie IT-Organisation in der Dienstleistung im Rahmen des Business Performance Index D/A/CH.

Der Bericht fasst für Fachbereichsverantwortliche in komprimierter Form die aktuell im Zusammenhang mit den Fachbereichsprozessen stehenden Umsetzungsdefizite in ihrer Branche zusammen. Zum einen können dabei akute Handlungsfelder festgestellt werden, das heißt, dass die bisherige Umsetzung nicht das als wünschenswert erachtete Niveau erreicht hat, zum anderen wird auch sichtbar, bei welchen Teilprozessen am häufigsten Unzufriedenheit mit der Umsetzung besteht.

IT-Organisation in Transport und Logistik verliert stark, stärkste IT-Organisation bei Forschung und Entwicklung

Die mit dem Business Performance Index ermittelte Leistungsfähigkeit der IT-Organisation in der Dienstleistung sinkt in diesem Jahr um 0,7 Punkte und erreicht 69,0 BPI-Punkte. Der Rückgang ist dabei insbesondere durch einen starken Rückgang bei der Transport- und Logistikbranche zu begründen. Diese verlor im Vergleich zum Vorjahr mit einem Minus von 8,0 Punkten ihre Spitzenposition im Branchenvergleich und erreicht damit aktuell nur noch 67,3 BPI-Punkte. Weitere Subbranchen, welche Verluste zu verzeichnen haben, sind die Unternehmensberatungen/Agenturen (-1,4 Punkte) und die Unternehmen der technischen Planung und Beratung (-4,6 Punkte). Sehr positiv kann die Entwicklung der anderen Subbranchen angesehen werden, welche hohe Performancezugänge verzeichnen können: Unternehmen aus Forschung und Entwicklung verbessern sich zum zweiten Mal in Folge (+4,6 Punkte) und weisen mit nun 77,4 Punkten die performancestärkste IT-Organisation im Branchenvergleich auf. Des Weiteren sind auch deutliche Performancezugängen im Gastgewerbe (+6,5 Punkte), der Immobilienwirtschaft (+4,6 Punkte) und bei den IT-Dienstleistern (+4,1 Punkte) zu registrieren.

Sicherheitskonzepte fragwürdig

Fast 40 Prozent der Dienstleistungsunternehmen geben an, nicht mit der Umsetzung ihres Security/Disaster Management zufrieden zu sein. Bei den Unternehmen aus den Subbranchen Gastgewerbe, Transport und Logistik sowie Immobilien ist es sogar knapp die Hälfte der Unternehmen, welche mit den Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit und Reaktionen im Ernstfall nicht zufrieden sind. Eine Vernachlässigung dieses Teilprozesses kann sich für Unternehmen jedoch als existenzbedrohend erweisen. Die Gefährdung durch Angriffe ist durch unzureichende IT-Sicherheitsmaßnahmen hoch und die Unternehmen damit in ständiger Gefahr. Wenn ein sicherheitsrelevanter Zwischenfall aufgrund eines Angriffes eintritt oder auch wenn IT-Systeme aus anderen Gründen ausfallen und der produktive Betrieb des Unternehmens gestört wird, kann ein mangelhaftes Disaster Management fatale Folgen haben. Fehlt beispielsweise die Definition konkreter Schritte, wie bei einem Ernstfall vorzugehen ist, verläuft die Wiederherstellung des IT-Betriebs unkoordiniert und eine effektive Schadensbegrenzung kann nicht stattfinden. Daraus ergeben sich unvorhersehbare Ausfallzeiten, die weitere Schäden durch Geschäftsausfälle nach sich ziehen können.

Welche Teilprozesse des Bereichs IT-Organisation in den Subbranchen der Dienstleistung besonders gut oder schlecht laufen, analysiert die nun vorliegende Fachbereichsstudie, die ab sofort auf der Projektseite www.business-performance-index.de zum Download bereit steht und zudem jedem Fachbereichsentscheider die Möglichkeit bietet, seinen Bereich mit vergleichbar aufgestellten Dienstleistungsunternehmen zu vergleichen.

An der repräsentativen Studie BPI Mittelstand Dienstleistung 2015 beteiligten sich über 415 mittelständische Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Befragt wurden in erster Linie Geschäftsführer und Fachbereichsleiter. Der BPI wird unterstützt von marcom source, BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, dem FIR an der RWTH Bremen, dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft sowie weiteren Partnern aus der ITK-Branche.

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27. Mai 2016 / von / in

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