Ersatzvornahme

Ersatzvornahme

Der Mieter meldet seinem Vermieter einen schlimmen Wohnungsmangel – doch der reagiert nicht. Der Mieter hat dann unter bestimmten Voraussetzungen das Recht, eine Ersatzvornahme zu tätigen.

Mieter haben ein Anrecht darauf, dass ihre Wohnung in einem Zustand bleibt, der den im Vertrag zugesicherten Gebrauch ermöglicht. Das bedeutet, dass der Vermieter Mängel – in aller Regel auf seine Kosten – beseitigen muss. Es gibt allerdings Fälle, bei denen der Vermieter vom Mieter erfolglos aufgefordert wird, die Mängel innerhalb einer angemessenen Frist zu beseitigen. In einem solchen Fall kann der Mieter nach Ablauf der Frist selbst den Mangel im Wege der Ersatzvornahme beseitigen, beziehungsweise von einem Handwerker beseitigen lassen.
Ersatzvornahme ist vom Vermieter zu zahlen

Die Kosten, die dem Mieter durch diese Ersatzvornahme entstehen, kann er dem Vermieter in Rechnung stellen. Dies regelt das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) in Paragraf 556b. Zahlt der Vermieter nicht, kann der Mieter die Mietzahlungen um den Betrag kürzen, der ihm zusteht. Dieses Vorhaben muss er seinem Vermieter laut Gesetz jedoch einen Monat vor der Fälligkeit der Miete schriftlich mitteilen.

13. Mai 2016 / von / in

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