Energieeinsparverordnung (EnEV)

Energieeinsparverordnung (EnEV)

Die strengen Regelungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) müssen auch von Vermietern beachtet werden. Sonst drohen Bußgelder.

Für Vermieter ist die Energieeinsparverordnung (EnEV) spätestens mit Inkrafttreten der EnEV 2014 am 1. Mai 2014 äußerst relevant geworden. Denn sie verpflichtet viele Eigentümer von alten, energetisch unzureichenden Gebäuden zum Handeln.

Zum einen ist es jetzt generell Pflicht, einen Energieausweis vorzuhalten (Ausnahme: denkmalgeschützte Immobilien). Anders als zuvor muss dieses Dokument jetzt Mietinteressenten ungefragt zugänglich gemacht werden. Bereits im Angebot müssen die Werte aus dem Energieausweis angegeben werden.

Zum anderen gibt es bestimmte Nachrüstpflichten: So müssen veraltete Heizungsanlagen erneuert und bisher ungedämmte obersten Geschossdecken gedämmt werden. Diese Regelungen gab es zwar schon zuvor, sie wurden allerdings verschärft. So galten ungedämmte oberste Dachgeschossdecken zuvor bereits dann als gedämmt, wenn sie seit 1969 errichtet wurden sowie generell Decken aller Baualtersklassen, wenn es sich um Holzbalkendecken handelte. Mit dieser großzügigen Auslegung der EnEV ist jetzt Schluss: Alle bisher nicht gedämmten obersten Geschossdecken müssen bis spätestens zum 31.12.2015 nachträglich gedämmt werden, wenn sie nicht dem Mindestwärmeschutz gemäß DIN 4108-2:2013-02 entsprechen. Dämmt der Hauseigentümer nicht, droht ihm ein Bußgeld.

Ob und welche Ansprüche ein Mieter geltend machen kann, wenn ein Vermieter die Vorgaben der EnEV nicht beachtet, werden wohl künftig Gerichte entscheiden müssen.

13. Mai 2016 / von / in

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diesen Artikel teilen

Teile diesen Artikel mit Freunden