Clever gedämmt mit dünner Platte

Clever gedämmt mit dünner Platte


Seit 1982 dämmt der Maler-Fachbetrieb Wind aus Frankenthal Fassaden und verfügt auf diesem Gebiet über einen großen Erfahrungsschatz. Als Bauherren und Eigentümer eines neuen Wohn- und Geschäftshaus am Heimatort des Unternehmens entschieden sich die Geschäftsführer, Malermeister Gerd Wind und sein Sohn, Diplom-Kaufmann Michael Wind, dafür, ein neues Kapitel aufzuschlagen und ein Referenzobjekt für eine vorbildliche Dämmung zu schaffen. An dem Gebäude mit vier Vollgeschossen und einem aufgesetzten Staffelgeschoss kam die besonders effiziente Capatect Dalmatiner Dämmplatte S 024 von Caparol zum Einsatz.

Dünne Platte rechnet sich

Diese Platte ist bei gleichem Wärmedurchlasswiderstand dünner als herkömmliche Produkte und ermöglicht hohe Dämmwerte bei vergleichsweise schmalen Wandstärken. Von Vorteil ist das vor allem bei sehr enger Bebauung, wo jeder Zentimeter Dämmung zu Lasten des zur Verfügung stehenden Wohnraumes geht. „Geringere Wanddicken bedeuten hier direkt mehr Wohnraum bei gleicher oder besserer Wärmedämmung“, erklärt Michael Wind. Unterm Strich ist die dünne Platte damit wirtschaftlicher, denn der damit verbundene Gewinn an Wohnfläche kann für einen zusätzlichen Verkaufserlös sorgen.

Rund 1.000 Quadratmeter Fassade wurden an dem Neubau gedämmt. Weil am Standort des Gebäudes der verfügbare Platz keine entscheidende Rolle spielte, entschied man sich, die Fassadendämmplatte S 024 in einer Stärke von 14 anstatt nur zehn Zentimetern zu verarbeiten. „Damit erreichen wir ein Energiesparpotential, für das man sonst etwa 20 Zentimeter dicke Dämmplatten anbringen müsste“, sagt Wind. „Die geringe Plattenstärke ist auch aus gestalterischen Gründen eine gute Wahl“, ergänzt der Architekt Oliver Junglas vom Caparol Objektmanagement. So können Fenster mit normalen Laibungstiefen eingebaut werden und es entstehen keine „Schießscharten“, wie sie mittlerweile bei so mancher stark gedämmten Fassade das Gesamtbild beeinträchtigen.

Einfache Verarbeitung

Äußerlich gleicht die Platte der bekannten und bewährten Dalmatinerplatte mit ihrer charakteristischen, grau-weißen Sprenkelung. Doch die S 024 ist eine Sandwichkonstruktion. Unter dem Polystyrol-Mantel verbirgt sich ein hoch verdichteter Polyurethan-Kern, der für eine um 30 Prozent höhere Dämmleistung als bei herkömmlichen Platten sorgt. Als Malermeister sieht Gerd Wind auch die praktischen Vorteile bei der Verarbeitung. „Dank der Hülle aus Polystyrol lässt sie sich wie jede herkömmlich Platte verarbeiten. Der Zuschnitt erfolgt mit dem Fuchsschwanz oder der Stichsäge. Stöße und Kanten lassen sich problemlos verschleifen.“ Das Gesamtsystem erfüllt die Anforderungen an schwerentflammbare Außenwandbekleidungen. Daraus folgend benötigt das System keine konstruktiven Brandschutzmaßnahmen. Das macht die Arbeit an der Fassade schneller und einfacher.

Während der Bauausführung wurden seine Mitarbeiter durch Anwendungstechniker von Caparol betreut und begleitet. Die Maler schätzen den engen Draht zum Hersteller. „Hierdurch sind wir und unsere Mitarbeiter einerseits einer ständigen Qualitätskontrolle unterworfen, bleiben aber andererseits immer auf dem neuesten Stand der Technik“, sagt Michael Wind.

Zeitgemäßes, attraktives Farbkonzept

„Der Wandaufbau erfolgt wie bei anderen WDV-Systemen auch“, erläutert Junglas. „Die Dämmplatte wird geklebt und gedübelt. Auf eine Armierungsschicht folgte der Putzauftrag mit Thermosan-Fassadenputz NQG.“ Allerdings hat der Malerbetrieb bei diesem Neubau auf einen Anstrich verzichtet und statt dessen einen durchgefärbten Oberputz aufgetragen. Um den massiven Baukörper zu gliedern und die großflächigen Fassadenbereiche aufzubrechen, wurde dabei ein Farbkonzept umgesetzt, das von Sabine Hoffner (Caparol FarbDesignStudio) in enger Abstimmung mit den Bauherren entwickelt wurde. Die Farbauswahl erfolgte auf der Basis des Caparol 3D-Farbsystems. „Das Konzept hat uns sofort gefallen. Wir haben es bis auf ein Detail im Sockelbereich 1:1 umgesetzt“, berichtet Gerd Wind.

Die Fassade des viergeschossigen Baukörper mit aufgesetztem Staffelgeschoss wird zur Straßenseite durch zwei Treppenhäuser dreigeteilt. „Diese Dreiteilung greift das Farbkonzept auf“, so der Malermeister. Die beiden äußeren Gebäudeteile wurden in dem orangenen Farbton 3D Amber 75 verputzt. Der Mittelteil wurde mit dem rot-braun wirkenden 3D Grenadin 45 gestaltet. Eine zusätzliche Aufteilung erhielt die Fassade durch eine alternative Farbgebung des Erdgeschosses in einem hellen Grauton mit 3D Venato 30. Akzente setzt die Ausführung des Staffelgeschosses und der Eingangsbereiche im cremefarbenen 3D Curcuma 30, das die Fassadenflächen auch im Bereich von Fenstern durchbricht und auflockert.

Im November 2015 wurde das neue Gebäude von den ersten Mietern bezogen. „Lage, Gestaltung und die geringen Heizkosten dank hervorragender Dämmung sorgen für eine hohe Wohnqualität“, freuen sich die Bauherren. Sie sind auch selbst eingezogen und nutzen Räumlichkeiten im Erdgeschoss als Büro für ihren Maler-Betrieb.

Über den Maler-Fachbetrieb Wind, Frankenthal:

Der Maler-Fachbetrieb Wind hat seinen Sitz in Frankenthal im Norden der Metropol-Region Rhein-Neckar. Gegründet im Jahr 1900, ist die Firma bereits in vierter Generation ein gewachsenes Familienunternehmen mit rund zwanzig Mitarbeitern. Die Firma Wind streicht, lackiert, tapeziert, saniert, dämmt und verputzt, sei es für den privaten Haushalt, für die Industrie, für Städte und Kommunen, Hausverwaltungen oder für Bauträger und viele mehr. Mit der Wärmedämmung von Fassaden befasst sich Wind bereits seit 1982. Zur Zeit werden jedes Jahr etwa 3.000 Quadratmeter Wandfläche gedämmt, dies entspricht einer Fläche von mehr als 20 Einfamilienhäusern.

Entwürfe

Sabine Hoffner vom Caparol FarbDesignStudio entwickelte für den Neubau zwei Farbentwürfe, wobei sich die Verantwortlichen mit kleinen Änderungen für den farblich intensiveren Vorschlag begeisterten. 

Bautafel:

– Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses, 67227 Frankenthal, Holzhofstraße 2-4
– Planer: Architekturbüro Boxheimer + Ohmer, Großkarlbach
– Malerbetrieb: Wind GmbH, Frankenthal
– Technische Beratung: Andreas Vomend, Caparol
– Farbkonzept: Sabine Hoffner, Caparol FarbDesignStudio
– Insgesamt gedämmte Fläche ca. 1.000 m²
– Bezugsfertig im November 2015
– Wichtige, verwendete Produkte:
o WDV-System mit Capatect Dalmatiner Dämmplatte S 024
o Capatect-Klebe-und Armierungsmasse 186
o Capatect-Gewebe 650/110
o Thermosan-Fassadenputz NQG

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23. August 2016 / von / in

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