Bruttokaltmiete

Bruttokaltmiete

Die Bruttokaltmiete setzt sich aus der Grundmiete und den kalten Betriebskosten zusammen.

Eine Bruttokaltmiete besteht aus der Nettokaltmiete – also der Grundmiete ohne Betriebskosten – zuzüglich der kalten Betriebskosten. Zu letzteren zählen alle Betriebskosten gemäß Betriebskostenverordnung, die nicht nach Verbrauch abgerechnet werden müssen. Eine Bruttokaltmiete kann demzufolge die Kosten für Müllabfuhr, (kaltes) Wasser, Treppenhausbeleuchtung, Straßenreinigung und einige weitere Posten enthalten, nicht jedoch die Kosten für die Beheizung und Warmwasseraufbereitung. Ist eine Bruttokaltmiete vertraglich vereinbart, muss der Vermieter nicht gesondert die kalten Betriebskosten abrechnen. Werden nur einige Positionen pauschal erfasst, andere hingegen sollen gesondert abgerechnet werden, so spricht man von einer Teilinklusivmiete.

Bruttokaltmiete wird heute nur noch selten vereinbart

Heutzutage wird eine Bruttokaltmiete nur noch sehr selten vertraglich vereinbart, denn der Vereinfachung, die der Vermieter durch die pauschale Berechnung der Nebenkosten erreichen will, stehen Schwierigkeiten bei einer Mieterhöhung gegenüber. Zumindest für nach dem 1. September 2001 (Mietrechtsreform) abgeschlossene Mietverträge gilt, dass der Vermieter die in der Bruttokaltmiete enthaltenen Nebenkosten akribisch herausrechnen muss, damit ein Vergleich mit der ortsüblichen Miete möglich ist – der Vermieter muss Mieterhöhungsverlangen nämlich mit der ortsüblichen Vergleichsmiete begründen und diese sind üblicherweise als Nettomieten ausgewiesen.

13. Mai 2016 / von / in

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