Besuchsrecht

Besuchsrecht

Mieter dürfen in ihrer Wohnung so oft Besuch empfangen, wie sie wollen. Der Vermieter darf das Besuchsrecht auch nicht unterbinden.

Die Zeiten, in denen ledige Mieterinnen und Mieter keinen Herren-, beziehungsweise Damenbesuch empfangen durften, sind schon lange vorbei. Grundsätzlich hat jeder Mieter in seiner Wohnung das Hausrecht. Er kann hier Besuch empfangen, sooft und von wem er will. Er ist grundsätzlich nicht verpflichtet, irgendwem Rechenschaft abzulegen, auch nicht dem Vermieter. Dieser hat nicht das Recht, Hausbesuche zu vereiteln, indem er etwa den Zugang durchs Treppenhaus unterbindet. Auch Regelungen im Mietvertrag, die das Besuchsrecht einschränken sollen, sind ungültig. Hausverbote darf der Vermieter nur in ganz außergewöhnlichen Einzelfällen aussprechen, etwa dann, wenn der Besuch einen schweren Hausfriedensbruch begeht.

Unterschied zwischen Besuchsrecht und Untermiete

Allerdings gilt es zu unterscheiden zwischen Besuchsrecht und Untermiete. Zwar kann ein Besucher durchaus über einen längeren Zeitraum verweilen. Im Allgemeinen wird jedoch die Grenze bei etwa sechs Wochen Dauerbesuch gesehen, ab wann der Besucher nicht mehr als solcher angesehen werden muss, sondern als Untermieter. Bei einer Untervermietung benötigt der Mieter anders als bei einem Besuch die Erlaubnis des Vermieters.

13. Mai 2016 / von / in

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