Besenrein

Besenrein

Besenrein bedeutet: Nur grobe Verschmutzungen müssen beim Auszug entfernt werden.

Viele Mietverträge enthalten neben einer Renovierungsklausel auch eine Klausel, wonach eine Wohnung besenrein zurückgegeben werden muss.

Besenrein bedeutet aber nicht, dass der Mieter irgendwelche Schönheitsreparaturen durchführen und die Wohnung gründlich reinigen muss, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in einem Urteil (Az.: VIII ZR 124/05). Im verhandelten Fall war der Mieter starker Raucher. Der Vermieter vertrat die Auffassung, der Mieter müsse die Wohnung streichen und wegen der Besenrein-Klausel gut gereinigt übergeben.

Die BGH-Richter folgten dieser Auffassung nicht: Die Renovierungsklausel im Mietvertrag, die ihn zu Malerarbeiten verpflichten sollte, erwies sich als unwirksam, weshalb der Mieter zu keinerlei Malerarbeiten verpflichtet war. Und hinsichtlich der Besenrein-Klausel müsse der Mieter nur grobe Verschmutzungen beseitigen, dazu gehöre nicht das Reinigen der Fenster, wenn diese Nikotinspuren aufweisen.

13. Mai 2016 / von / in

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