Befristeter Mietvertrag

Befristeter Mietvertrag

Ein befristeter Mietvertrag ist nur dann zulässig, wenn ein Grund für die Befristung angegeben wird.

Mit der Mietrechtsreform zu Beginn des Jahrtausends wurde die Möglichkeit, einen Mietvertrag von vornherein zu befristen, abgeschafft. Ein Vermieter, der heute mit einem Mieter einen solchen Vertrag abschließen will, braucht hierfür einen vom Gesetz als zulässig angesehenen Befristungsgrund. Liegt ein solcher nicht vor, gilt der Vertrag als unbefristet abgeschlossen mit der Folge, dass für den Mieter eine dreimonatige Kündigungsfrist gilt.

Befristeter Mietvertrag: Nur mit Befristungsgrund gültig

Im Bürgerlichen Gesetzbuch werden insgesamt drei Gründe genannt, wonach ein befristeter Mietvertrag (auch Zeitmietvertrag genannt) gültig vereinbart werden kann:

Die Wohnung soll später selbst oder von nahen Angehörige genutzt werden.
Die Wohnung soll später abgerissen oder sehr stark umgebaut werden.
Die Räume sollen später als Dienstwohnung an einen Mitarbeiter des Eigentümers vermietet werden.

Wird ein als befristeter Mietvertrag titulierter Vertrag ohne Befristungsgrund abgeschlossen, so gilt er laut Gesetz automatisch als unbefristet. Dies hat zur Folge, dass automatisch die gesetzlichen Kündigungsfristen gelten.

13. Mai 2016 / von / in

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