Ausfallbürgschaft

Ausfallbürgschaft

Wird als Mietsicherheit eine Ausfallbürgschaft gestellt, zahlt der Bürge erst dann für Rückstände des Mietschuldners, wenn gerichtliche Zwangsmaßnahmen erfolglos sind.

Mieter und Vermieter können vereinbaren, dass als Mietsicherheit statt einer Kaution eine Mietbürgschaft gestellt werden soll: Dritte – zum Beispiel die Eltern des Mieters – haften also dafür, dass der Mieter – also zum Beispiel Tochter oder Sohn – ihren/seinen mietvertraglichen Zahlungspflichten nachkommt. Wenn nicht, haften die Bürgen in Höhe des vereinbarten Betrags. Bei Mietverträgen ist die Höhe einer Mietbürgschaft im Allgemeinen auf die Höhe der zulässigen Mietsicherheit beschränkt, und das sind drei Monatskaltmieten.

Ausfallbürgschaft bringt weniger als selbstschuldnerische Bürgschaft

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Bürgschaften, die selbstschuldnerische Bürgschaft und die Ausfallbürgschaft. Bei letzterer haftet der Bürge dann, wenn die Zahlungen des Mieters ausbleiben. Es ist allerdings erforderlich, dass der Vermieter zunächst rechtliche Schritte gegen seinen Mieter eingeleitet hat. Es gilt: erst wenn Zwangsvollstreckungsmaßnahmen (ganz oder teilweise) erfolglos geblieben sind, kann der Vermieter vom Bürgen sein Geld fordern.

Damit unterscheidet sich die Ausfallbürgschaft von der selbstschuldnerischen Bürgschaft grundlegend, da bei letzterer Maßnahmen wie eine Zwangsvollstreckung nicht erforderlich sind. Es gilt: Bei Zahlungsausfall muss der Bürge zahlen.

Zwar kann eine Ausfallbürgschaft als Mietsicherheit vereinbart werden. Da es für den Vermieter aber damit sehr aufwendig ist, an sein Geld zu kommen, ist diese Form der Mietsicherheit bei Vermietern unbeliebt und deshalb kaum verbreitet.

13. Mai 2016 / von / in

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