Aufzug

Aufzug

Ein Aufzug fördert die Bequemlichkeit vor allem der Mieter in den oberen Stockwerken. Allerdings ist der Unterhalt eines Fahrstuhls teuer.

Gerade in mehrstöckigen Häusern ist das Treppen steigen vor allem für die Mieter der oberen Geschosse beschwerlich, weshalb ab einer gewissen Geschosszahl ein Aufzug die Wohnqualität erheblich steigert. Allerdings ist der Betrieb eines Fahrstuhls auch mit Unterhaltskosten verbunden. Diese kann der Vermieter im Rahmen der Betriebskostenabrechnung von seinen Mietern verlangen, sofern dies im Mietvertrag vereinbart wurde.

Fahrstuhl: Mieter zahlt anteilig für den Aufzug

Die anteiligen Betriebkosten für den Fahrstuhl kann der Vermieter sogar von einem Erdgeschoss-Mieter verlangen, der den Aufzug nicht nutzt, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in einem Urteil (Az.: VIII ZR 103/06). Dies gilt sogar dann, wenn die Mieter nicht einmal ein Keller- oder Dachgeschossabteil haben, und somit klar ist, dass sie von dem Fahrstuhl keinerlei Nutzen ziehen. Die Richter erkannten zwar im Ansatz an, dass diese Regelung nicht ganz gerecht ist. Eine unangemessene Benachteiligung des Mieters sahen sie jedoch auch nicht. Denn bestimmte Ungenauigkeiten seien bei der Abrechnung von Nebenkosten unvermeidlich und müssten deshalb hingenommen werden. Dies gelte, so die Richter, ja auch für andere Posten, die nicht nach der tatsächlichen Nutzung oder dem tatsächlichen Verbrauch abgerechnet werden, etwa für die Beleuchtung oder Reinigung des Treppenhauses.

13. Mai 2016 / von / in

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